
Ein Garten kann noch so sorgfältig gestaltet sein – wenn Pflanzen nicht zu ihrem Standort passen, können sie sich langfristig nur schwer optimal entwickeln. Licht, Boden, Feuchtigkeit, Wind und die vorhandene Vegetation schaffen in jedem Garten unterschiedliche Bedingungen. Eine standortgerechte Bepflanzung berücksichtigt diese Faktoren von Anfang an und schafft damit die Grundlage für gesunde Pflanzen, harmonische Pflanzflächen und einen überschaubaren Pflegeaufwand.
Jede Pflanzenart stellt bestimmte Ansprüche an ihren Standort. Während einige Arten viel Sonne und einen eher trockenen Boden bevorzugen, fühlen sich andere in schattigen und feuchteren Bereichen wohl. Eine standortgerechte Bepflanzung bedeutet deshalb, Pflanzen nicht allein nach Aussehen und gewünschter Wirkung auszuwählen, sondern ihre natürlichen Ansprüche mit den vorhandenen Bedingungen abzugleichen.
Je besser Pflanze und Standort zusammenpassen, desto besser sind die Voraussetzungen für eine gesunde und dauerhafte Entwicklung.
Bevor die konkrete Pflanzenauswahl beginnt, lohnt es sich, den Garten genauer zu betrachten. Wo steht morgens oder abends die Sonne? Welche Bereiche trocknen besonders schnell aus? Wo bleibt der Boden nach Niederschlägen länger feucht? Und welche Flächen liegen geschützt oder sind stärker dem Wind ausgesetzt?
Schon innerhalb eines Gartens können auf wenigen Metern unterschiedliche Bedingungen herrschen. Eine solche Bestandsaufnahme hilft dabei, die einzelnen Gartenbereiche anschließend den passenden Pflanzen zuzuordnen.
Bei der Pflanzplanung sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden:
Flächen mit intensiver Sonneneinstrahlung können sich stark erwärmen und schneller austrocknen. Hier sind Pflanzen gefragt, die mit viel Sonne und zeitweiser Trockenheit zurechtkommen.
Je nach Standortbedingungen eignen sich für sonnige und trockene Flächen beispielsweise:
Die Fetthenne kann Wasser in ihren fleischigen Blättern speichern. Thymian kommt auch mit eher trockenen und steinigen Standorten gut zurecht.
Die Sonneneinstrahlung allein entscheidet allerdings nicht über die Eignung einer Pflanze. Boden, Wasserversorgung und Platzangebot müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Unter größeren Gehölzen, an Gebäuden oder auf der sonnenabgewandten Seite eines Gartens herrschen andere Bedingungen. Bleibt der Boden dort zusätzlich länger feucht, werden Pflanzen benötigt, die mit wenig Licht und der vorhandenen Bodenfeuchtigkeit zurechtkommen.
Je nach Standort eignen sich beispielsweise:
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einem feuchten Boden und dauerhafter Staunässe! Letztere stellt noch einmal andere Anforderungen an die Pflanzenauswahl.
Eine Pflanze, die dauerhaft mit ungeeigneten Standortbedingungen zurechtkommen muss, benötigt häufig mehr Aufmerksamkeit. Ist der Standort beispielsweise zu trocken, kann eine zusätzliche Bewässerung erforderlich werden. Passen Boden, Licht oder Platzangebot nicht zu den Ansprüchen einer Pflanze, können ebenfalls zusätzliche Pflegemaßnahmen notwendig sein.
Standortgerechte Pflanzen finden dagegen Bedingungen vor, die ihren natürlichen Ansprüchen möglichst gut entsprechen. Das bedeutet nicht, dass eine Pflanzfläche vollständig ohne Pflege auskommt. Die richtige Auswahl kann jedoch dazu beitragen, den langfristigen Pflegeaufwand zu reduzieren und eine gesunde Entwicklung der Pflanzen zu unterstützen.
Ein Garten ist kein statisches System. Stauden wachsen, Gehölze werden größer und die Konkurrenz um Licht, Wasser und Platz verändert sich. Bei naturnahen Pflanzkonzepten kann diese Entwicklung bewusst einbezogen werden.
Pflanzen können sich beispielsweise ausbreiten oder durch Selbstaussaat an neuen Stellen etablieren. Gleichzeitig kann ein gezieltes Eingreifen erforderlich sein, wenn einzelne Arten zu dominant werden.
Auch heimische Wildstauden und Gehölze können Teil eines solchen Pflanzkonzepts sein. Passen sie zum jeweiligen Standort, können sie zugleich Nahrung und Lebensraum für heimische Insekten und andere Tiere bieten und damit die biologische Vielfalt im Garten unterstützen.
Bei der Gartengestaltung sollte nicht allein entscheidend sein, welche Pflanzen unmittelbar nach der Pflanzung besonders gut aussehen. Ebenso wichtig ist die Frage, wie sich die Fläche in den kommenden Jahren entwickelt.
Eine gute Pflanzplanung betrachtet deshalb nicht nur das Erscheinungsbild zum Zeitpunkt der Gestaltung, sondern die Entwicklung über viele Jahre. Werden Pflanzen passend zu ihren jeweiligen Standortbedingungen ausgewählt und ihre spätere Entwicklung berücksichtigt, kann eine Pflanzung entstehen, die sich dauerhaft harmonisch in den Garten einfügt.
Sie haben noch weitere Fragen oder möchten noch mehr zu Standortgerechte Bepflanzung erfahren? Wir beraten Sie individuell und planen, bauen und pflegen Ihren Garten.
Sie können uns unter der 02562 / 81 59 66 erreichen oder schreiben Sie uns eine E-Mail über das Kontaktformular.
Assing Gartenbau und Landschaftsbau aus Gronau. Wir sind in Gronau und den umliegenden Orten wie Ahaus, Bad Bentheim, Gronau, Enschede, Ochtrup oder Heek für Ihren Garten tätig.
Bild: Adobe Stock von Konstantin Zibert
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